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Liebe Einwohnerinnen und Einwohner von Großpösna, Seifertshain, Störmthal, Güldengossa und Dreiskau-Muckern,

im Ritterguthof Großpösna ist derzeit eine interessante Ausstellung zu sehen – „Großpösna Einst und Jetzt“. Es ist schon bemerkenswert wie sich unser Großpösna verändert hat und wie „Einst“ noch alte und baufällige Gebäude „Jetzt“ saniert und mit den verschiedensten Nutzungsmöglichkeiten ausgestattet unser Ortsbild prägen. Ganz besonders trifft dies für den Ortskern mit dem Rittergut zu.

Eine Gemeinde unserer Größenordnung konnte solch umfangreiche Investitionen nur mit einem entsprechenden Förderprogramm umsetzen. Großpösna selbst war zu groß für die Förderprogramme im Ländlichen Raum und zu klein für das Stadtsanierungsprogramm. Mit viel Verwaltungsaufwand und großem Engagement der damaligen Bürgermeisterin, Petra Köpping, ist es der Gemeinde 1996 gelungen, mit dem Sanierungsgebiet Großpösna „Ortskern“ in das Bund-Länder-Programm „Sanierung und Entwicklung (SEP)“ aufgenommen zu werden.
Im Zeitraum 1997 – 2015 flossen insgesamt 8,9 Mio. EUR in das Sanierungsgebiet - der größte Anteil in die Gebäude und die Gestaltung des Außenbereiches im Rittergut. Aber auch private Maßnahmen wurden bezuschusst. Die Finanzhilfen in Höhe von 5,9 Mio. EUR teilten sich Land und Bund jeweils zur Hälfte. Die Gemeinde selbst stellte 3 Mio. EUR Eigenmittel zur Verfügung. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Und weil das so ist, sind die Kommunen gesetzlich verpflichtet, die sanierungsbedingte Bodenwerterhöhung (Differenz zwischen dem Bodenwert vor und nach der Sanierung) im Rahmen der Erhebung von Ausgleichsbeträgen von den Grundstückseigentümern im Sanierungsgebiet einzufordern. Grundgedanke dabei ist, dass Grundstücke in einer Umgebung von leerstehenden verfallenen Altbauten einen anderen Bodenwert haben, als in Gebieten mit sanierten Altbauten. In vielen Kommunen sorgte die Beitragserhebung in den Sanierungsgebieten für großen Unmut bei den Eigentümern und enorm hohen Verwaltungsaufwand in den Städten und Gemeinden. Der Gemeinde Großpösna ist es gelungen, mit gutachterlicher Begleitung und der möglichen Anwendung der Bagatellregelung auf die Beitragserhebung zu verzichten. Die Eigentümer im Sanierungsgebiet hatten somit gegenüber den Eigentümern in unseren Ortsteilen keine Nachteile. Denn gerade die Ortsteile profitierten von der Förderung des Ländlichen Raumes, die gesetzlich keine Beitragserhebung vorsah.

Am 21.09.2020 hat die Gemeinde nun nach 23 Jahren den abschließenden Bescheid für die Gesamtmaßnahme Großpösna „Ortskern“ erhalten. Alle Einnahmen und Ausgaben wurden im Rahmen der Prüfung der Gebietsabrechnung durch die Sächsische AufbauBank festgestellt und anerkannt. Viele der großen Aufgaben, die sich die Gemeinde 1996 gestellt hat, wurden erfüllt und erfolgreich umgesetzt.

Doch auch heute steht die Gemeinde vor großen Aufgaben und Herausforderungen und wieder steht die Frage der Finanzierung mit an erster Stelle. Ich bin sehr froh und auch ein wenig stolz, dass der Antrag der Gemeinde zur Aufnahme in das Bund-Länder-Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren (SOP)“ bewilligt wurde und wir damit eine reale Chance haben, so große Vorhaben wie den Ersatzneubau der Kita Wirbelwind, das Projekt Schulcampus oder den Erwerb und den Umbau des Schafstalles im Rittergut in den nächsten Jahren umzusetzen. Die Erhebung von Ausgleichbeiträgen von den Eigentümern im Fördergebiet ist im Rahmen dieses Förderprogrammes kein Thema. Das erste große Projekt mit ca. 4 Mio. EUR ist der dringend notwendige Neubau der Kita. Die Planungen laufen auf Hochtouren, damit am 04.01.2021 mit dem Bau begonnen werden kann.


Ihre Bürgermeisterin

Dr. Gabriela Lantzsch

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E-Mail
gemeindeverwaltung@grosspoesna.de

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