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Liebe Einwohnerinnen und Einwohner von Großpösna, Seifertshain, Störmthal, Güldengossa und Dreiskau-Muckern,

sicher kennen Sie das Sprichwort: „Gemeinsam ist man stärker“. Heute spricht man auch von Synergieeffekten, die es zu nutzen gilt. Dies trifft auch auf die Arbeit der kommunalen Verwaltungen zu.

Nicht nur in Großpösna, sondern auch bei zahlreichen benachbarten Gemeinden haben in den vergangenen Jahren die Aufgabenfülle und die Anforderungen an die fachliche Qualifizierung der Mitarbeiter immer mehr zugenommen. Viele Projekte können nur noch mit hohem bürokratischen und personellem Aufwand umgesetzt werden. Gleichzeitig gibt es strenge Vorgaben, wieviel Personal die Gemeinden haben dürfen.

Besonders vor diesem Hintergrund haben sich die Gemeinden und Städte Borsdorf, Brandis, Großpösna sowie Naunhof mit den Gemeinden Belgershain und Parthenstein gemeinsam Gedanken gemacht, in welchen Bereichen es sinnvoll erscheint zu kooperieren und zusammenzuarbeiten, ohne dabei die rechtliche und politische Eigenständigkeit und Identität der Gemeinden und Städte zu berühren.

Um diesen Gedankenprozess zu vertiefen und um dabei von einem erfahrenen Büro Begleitung zu erhalten, haben die Gemeinde- und Stadträte der beteiligten Gemeinden und Städte in den vergangenen Wochen eine gemeinsame „Absichtserklärung zur interkommunalen Zusammenarbeit in der Region Partheland“ beschlossen. Dieser Beschluss war die Grundlage für einen Fördermittelantrag beim Freistaat Sachsen, welcher die Bedeutung kommunaler Zusammenarbeit seit langem erkannt hat und die Erarbeitung interkommunal abgestimmter Entwicklungsstrategien mit 90% Förderung unterstützt.
 
Eines der möglichen Kooperationsfelder ist die engere Zusammenarbeit bei der Aufgabenerfüllung in den kommunalen Verwaltungen. Zum Beispiel könnten Aufgabenbereiche, für die in jeder Verwaltung nur ein geringer Stundenanteil zur Verfügung steht, die aber ein hohes Spezial- und Fachwissen erfordern, zusammengefasst werden. Eine Verwaltung könnte für alle anderen Gemeinden bestimmte Aufgabenbereiche mit erfüllen, wodurch die Qualität der Aufgaben langfristig gesichert und möglicherweise noch Kosten gespart werden. Natürlich wird die Zusammenarbeit in Verwaltungsbereichen untersucht, die keine unmittelbare Ortsnähe erfordern.

Als mögliche Handlungsfelder der Kooperation werden in der Absichtserklärung zum Beispiel die Bereiche Brandschutz inkl. Ausbildung; IT-Betreuung; Datenschutz; Vergabe und Ausschreibung nach Europäischem Recht; gemeinsame Interessenabstimmung im ÖPNV oder der Schulnetzplanung; Umwelt und Klimaschutz oder auch auf dem Gebiet von Kultur, Tourismus und Marketing und die Weiterentwicklung der gemeinsamen kommunalen Infrastruktur benannt.

Die Potentiale für eine engere Zusammenarbeit in der „Region Partheland“ liegen meines Erachtens auf der Hand, um das Sprichwort wahr werden zu lassen. Es sind allerdings noch viele Gespräche und Abstimmungen nötig, um die Absichtserklärung mit Leben zu erfüllen. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

Dr. Gabriela Lantzsch
Ihre Bürgermeisterin