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Liebe Einwohnerinnen und Einwohner von Großpösna, Seifertshain, Störmthal, Güldengossa und Dreiskau-Muckern,

„Ich bin Anna, 11 Jahre alt, und wohne in Großpösna. Ich gehe sehr gerne zusammen mit meiner Freundin Kaja und ihrem Hund Kira spazieren. Dabei fällt mir zunehmend auf, wieviel Müll in unserem schönen Dorf herumliegt. Ein wirklich häßlicher Anblick. Ich finde, wir sollten vor unserer Haustür beginnen, unsere Umwelt sauber zu halten. Daher rufe ich zu einer gemeinsamen Müllsammelaktion auf und lade jeden ein, der auch genug hat von dem vielen achtlos weggeworfenen Müll, mir dabei zu helfen. Wir treffen uns am Samstag, den 28. März um 10:00 Uhr am Rathaus. Der Bauhof wird uns beim Einsammeln und Entsorgen des Mülls helfen. Ich würde mich sehr freuen, wenn wir gaaaanz viele freiwillige Helfer für diesen Tag finden würden.“
Anna

Es ist wunderbar, dass eine junge Mitbürgerin unserer Gemeinde ganz aus eigenem Antrieb zu dieser Aktion aufruft. Ich bin dabei. Dabei sind auch Vertreter unserer im April letzten Jahres gegründeten Naturschutzgruppe.
Durch die fehlende Wertschätzung einiger Weniger müssen wir immer wieder öffentliche Gelder in die Hand nehmen, um Schäden, Verwüstungen und Müll im öffentlichen Bereich zu beseitigen. So haben wir in den letzten 10 Jahren beispielsweise rund 2.500,00 € aufgebracht, um kaputte Glasscheiben in den Buswartehäuschen zu ersetzen, die immer wieder mutwillig zerstört werden. Dies betrifft vor allem die Häuschen auf der Grimmaischen Straße „Neue Gaststätte“, der „Damaschkestraße“ und „Am Brauteich“. Sicherlich haben Sie sich schon gefragt, warum genau diese Objekte nun zum Teil mit einer sogenannten „Holzstülpschalung“ anstatt mit Glasscheiben versehen werden - á propos bezahlt in Höhe von 500,00 € je Häuschen aus öffentlichen Mitteln, also ihren Steuergeldern. Ganz einfach: Holz kann bei Schmierereien und Verkratzungen besser bearbeitet werden. Wir versuchen so, dem anhaltenden Zerstörungswahn Einzelner entgegen zu treten. Aber auch hier muss der Bauhof fasst wöchentlich Schäden beseitigen. Wichtige Arbeitskraft wird dadurch gebunden, die an anderer Stelle fehlt! Die Zeitpunkte der Zerstörungen decken sich fast immer mit „Partys“ bzw. Treffen einzelner Gruppierungen auf dem Gelände des Rittergutes. Die Schäden sind am nächsten Morgen sichtbar - zerschlagene Bierflaschen auf Wegen und der Festwiese, angekokelte Bänke am Spielplatz, verunstaltete Wände am Rathaus und dem Schafstall, Einbrüche in das liebevoll sanierte Backhäuschen, zertretene Wegebeleuchtungen und immer wieder die Verwendung von verfassungsfeindlichen Symbolen. Das alles stellt der Gesetzgeber unter Strafe, was wir regelmäßig bei der Polizei anzeigen. Es ist so schade, dass bei allem was wir schön gestalten möchten, sofort das Wort VANDALISMUS im Kopf ist.
Auch nimmt merklich die allgemeine Achtung für ein sauberes Umfeld ab. So muss immer häufiger in den Straßengräben Müll aufgesammelt und kostenpflichtig entsorgt werden. Von der Zigarettenschachtel bis hin zur Mc Donalds-Verpackung findet hier der Bauhof alles. Des Weiteren nehmen auch die illegalen Müllablagerungen zu. So verzeichnen wir vermehrt Ablagerungen im Neuen Oberholz am Störmthaler See, zum Teil auch auf der Magdeborner Halbinsel oder aber auch an der Kleinpösnaer Kiesgrube, zu der in unserer Zuständigkeit auch der Albrechtshainer Weg gehört.
Durch das Umweltamt des Landkreises müssen auch ganze Haushaltsauflösungen oder Hängerladungen von Altreifen beseitigt werden! Aber auch achtlos weggeworfene Farbeimer oder andere, nicht definierbare Flüssigkeiten, welche bis zum Auffinden langsam in das Erdreich gelangen, werden von unserem Bauhof aufgesammelt und der Schadstoffentsorgung des Landkreises zugeführt. Das alles kostet unser Geld.

Halten wir es frei nach Mahatma Ghandi: „Seien wir selbst die Veränderung, die wir uns wünschen für diese Welt.“ Wir sehen uns am 28.3.!
 

Ihre Bürgermeisterin

Dr. Gabriela Lantzsch