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Ergebnisbericht der Bürgerbefragung zur Magdeborner Halbinsel fertiggestellt und veröffentlicht

Nachdem Ende Februar die ersten vorläufigen Ergebnisse der Bürgerbefragung zur Zukunft der Magdeborner Halbinsel vorgestellt wurden und dazu auch ein intensiver Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern stattfand, steht nun der endgülige Ergebnisbericht zur Verfügung. Dieser ist u.a. Grundlage für die Konzeption und die inhaltliche Schwerpunktsetzung der beiden Zukunftswerkstätten im September und Oktober. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden wir im August persönlich informieren.

Hier die Kurzzusammenfassung des Berichts:

"Der vorliegende Auswertungsbericht stellt die Ergebnisse der Bürgerumfrage zur „Zukunft der Magdeborner Halbinsel“ vom November 2019 dar. Für die Bürgerumfrage wurden alle Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinde Großpösna (n = 4.688) ab 14 Jahren per Briefpost persönlich angeschrieben. Von den 4.688 Angeschriebenen nahmen 1.026 Personen teil.

Die Magdeborner Halbinsel ist bereits heute ein Ort, den die Großpösnaerinnen und Gro ßpösnaer nicht nur kennen, sondern aktiv in Anspruch nehmen. Fast alle Befragten nutzen die Halbinsel für ihre individuelle Freizeitgestaltung. Im Fokus stehen überwiegend Aktivitäten aus den Bereichen „naturnahe Erholung“ und „naturnaher Sport“ sowie die Nutzung der bestehenden gastronomischen Angebote.

Mit Blick auf die weitere Entwicklung der Magdeborner Halbinsel weisen die Befragungsergebnisse in der Bürgerschaft auf verschiedenste Ideen, Wünsche und Bedürfnisse hin, die vom Erhalt des jetzigen Zustandes der Insel ohne weitere touristische Entwicklung (Re-Naturierung), über einen sanften schrittweisen naturnahen Tourismus bis hin zur vollen touristischen Erschließung reichen. Wobei klar ersichtlich ist, dass der überwiegende Teil der Bevölkerung einen naturnahen sanften Weg des Tourimus präferiert. Dabei steht stets der Wunsch nach Ruhe, Natur und Erholung im Mittelpunkt der persönlichen Agenda für die Halbinsel.

Dennoch ergibt sich ein Spannungsfeld aus den unterschiedlichen, zunächst diametral erscheinenenden, Bedürfnisstrukturen. Insbesondere der Wunsch nach naturnaher Erholung einerseits und die Bedarfe an Erlebnis-, Freizeit-, Sport- und Kulturangeboten mit sich anschließender infrastruktureller Erschließung andererseits, tragen zu diesem scheinbaren Konflikt bei. Das diese Problemstellung den Befragten durchaus bewusst ist, spiegelt sich in den offenen Anmerkungen und Ergebnissen der Befragung wider (vgl. Kap.7.1), in denen häufig bereits Lösungsvorschläge formuliert werden. Ein typisches Beispiel wäre hier die Zustimmung zu einem Ausbau des Wassersports unter der Bedingung fehlender Verbrennungmotoren. Auch wurden mit Hilfe von Adjektiven wie klein, naturbelassen und ökologisch bestimmte touristische Angebote eingeschränkt (z.B. Cafes oder kleine Restaurants, naturbelassene kleine Badestellen oder Strände, ökologische, nachhaltige, kleine Bebauung usw. – siehe anschließendes Zitat).

„Bootsverleih, Surfschule und Verleih, Eisstände, Grillstände, einzelne kleine Ferienhäuser, mehrere kleine Parkplätze, mehrere kleinere Badestrände alles gut verteilt und im Grün eingebettet. Und einen zentralen Bereich für Große Sportanlagen.“ (ID 349) 

Diesen eher sanften touristischen Entwicklungspfad vor dem Hintergrund der bestehenden Rahmenbedingungen (z. B. der zur Verfügung stehenden Flächen) zu erörtern und zu konkretisieren, sollte nun Aufgabe der weiterführenden Bürgerbeteiligung sein. In diesem Rahmen sollten insbesondere auch folgende Fragestellungen aufgegriffen werden:
 
 
• Wie lässt sich das Bedürfnis nach naturnaher Erholung in Einklang bringen mit den Rufen nach mehr Erlebnis-, Freizeit-, Sport- und Kulturangeboten?

• Welche gastronomischen Angebote (quantitativ und qualitativ) werden vor dem Hintergrund der bereits bestehenden Angebote gewünscht?

• Inwiefern sollte die Magdeborner Halbinsel als Standort für das Highfield-Festival oder ähnliche Großveranstaltungen erhalten bleiben?

• Wie lassen sich die Interessen jener Personen berücksichtigen, die z. B. für den Status quo werben oder eine Bebauung der Halbinsel mit Ferienhäusern und Hotels wünschen?

• Welche konkreten Bedürfnisse liegen dem oft genannten Wunsch nach dem Erhalt der öffent-lichen Zugänglichkeit der Magdeborner Halbinsel zugrunde?

• Was sind die wesentlichen Merkmale und Kriterien einer sanften, naturnahen touristischen Entwicklung und was bedeutet das für die Magdeborner Halbinsel?

• Welche und wieviel Infrastruktur lässt sich mit dieser sanften touristischen Entwicklung vor Ort vereinbaren (z. B. Internet, Straßen, Fahrradwege, Parkplätze, ÖPNV-Anbindung)?

• Wie könnte ein „ruhiger“ Erlebnispark ohne große und laute Fahrgeschäfte konkret aussehen? Inwiefern ließen sich darunter auch Abenteuer- und Erlebnisspielplätze subsummieren?

Die Daten zu den Beteiligungserwartungen in Großpösna zeigen, dass „Partizipation“ für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Befragung aktuell ein ausgesprochen positiv besetzter Begriff ist. Die Menge an Antworten und Vorschlägen zeigt zudem ein hohes Bedürfnis in der Bürgerschaft nach unmittelbarer Partizipation bzw. direkter Kommunikation mit Gemeinderat"

Ergebnisbericht der Bürgerbefragung zur Magdeborner Halbinsel

Daniel Strobel

Hauptamtsleiter

17.07.2020

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Kontakt/Telefon

034297 - 7180

E-Mail
gemeindeverwaltung@grosspoesna.de

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